Kurz und stark vereinfacht gefasst, verläuft eine Familienaufstellung folgendermaßen:
- Der Klient / die Klientin erläutert die Problematik, die er/ sie näher beleuchten möchte.
- Dann wählt er aus den TeilnehmerInnen - je nach Fragestellung - die Vertreter seiner Ursprungs- oder Gegenwartsfamilie aus (Eltern, Kinder, meist auch Großeltern, Ehemann/frau etc.), ebenso wie sich selbst.
- Diese stellt er dann in jenem Abstand und mit jener Ausrichtung im Raum auf, die deren Beziehungen untereinander am besten wiederspiegeln.
- Die Aufgestellten werden zu den Gefühlen und Empfindungen befragt, die auf dem ihnen zugewiesenen Platz in ihnen aufsteigen.
- Unter der Leitung der Aufstellungsleiterin wird die Konstellation schrittweise so weit modifiziert, dass alle einen subjektiv guten Platz bekommen.
- Je nach den gegebenen Umständen werden Ausgeschlossene mit ganz bestimmten Lösungssätzen gewürdigt, Mutter/ Vater genommen, Schuld dorthin zurückgegeben, wo sie hingehört, Verantwortung übernommen etc.
So einfach die Methode scheint, so tief und nachhaltig ist ihre Wirkung.
Das neugestellte Lösungsbild wird vom Klienten verinnerlicht und hat oft verblüffende und heilkräftige Auswirkungen auf Krankheitssymptome, brüchige Beziehungen, Problemkinder, alte seelische Verletzungen beim Klienten selbst oder in seiner Gegenwartsfamilie uvam.